Vor der Westküste Griechenlands liegen die ionischen
Inseln. Die berühmteste dieser Eptanissia ( eppta = Sieben , nissia =
Inseln ) ist die Insel Korfu. Die Zahl Sieben bezieht sich auf die kurze
Epoche um 1800, als es eine unabhängige "Republik" der Sieben
Inseln gegeben hat. Besonders in der Architekur spiegelt sich der damalige
italienische Einfluß wieder.
Östlich und südöstlich des griechischen Festlandes
breiten sich die ägäischen Inseln aus. Ihr Zentrum bilden die
mehr als drei Dutzend größeren und kleineren Inseln der Kykladen, die
die Insel Delos umringen. Einige dieser recht
kargen Inseln sind seit langem vor allem von "Rucksacktouristen"
als reine Urlaubsziele bzw. Punkte für sogenanntes Inselhopping sehr
beliebt, was vor allem für Mykonos, Paros, Naxos und Santorin zutrifft.
Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass sich diese Inseln vor allem durch
ihre Nähe zueinander vorzügliche für das Inselhopping eignen.
Zu den Dodekanes (dodeka = Zwölf ) gehören
nicht nur, wie der Name meinen lässt, zwölf Inseln, sondern noch einige
(unbewohnte) mehr. Am bekanntesten sind Patmos, Kalmnos, Kos und Rhodos.
Vor der großen Insel Euböa liegen die Sporaden
mit der besonders schönen Insel Skopelos.
Die größte aller griechischen Inseln ist Kreta.
Sie bildet denn südlichen Rand des ägäischen Meeres. Die rund 300 km
lange Insel ist von Attika etwa gleich weit entfernt wie von der Küste
Nordafrikas, und auch Kleinasien ist nicht allzu fern. Diese Brückenfunktion
verdeutlicht, warum Kreta in kultureller Hinsicht als "Wiege
Europas" betrachtet wird.