Ioannina ist auf jeden Fall einen Ausflug wert. Schon
alleine wegen des Süßwassersees namens Pamvotis in dessen Mitte die
sogenannte Klosterinsel liegt. In den alten Vierteln am See hat sich die
Atmosphäre einer Landstadt mit vielen Bauten aus der osmanischen Zeit
erhalten.
Von 1430 bis 1913 wurde Ioannina durch die Türken
besetzt. Während dieser Zeit erlebte die Stadt zwischen 1788 – 1822
unter dem vom osmanischen Reich faktisch unabhängigen Ali Pascha ihre
Glanzzeit. Sein plötzliches wie auch trauriges Ende fand diese schon
gerade zu legendäre Person auf besagter Klosterinsel auf der er Zuflucht
vor dem Zugriff der Truppen des Großvisiers suchte. Die Zeit Ali Paschas
und sein jähes Ende ist vortrefflich in dem Museum auf der o.g.
Klosterinsel im Original dargestellt. Ebenso ist das Wachsfigurenmuseum
– das „Vrellis“, benannt nach seinem Erbauer und Betreiber Paul
Vrellis – einen Besuch wert. Dort werden Exponate aus der gesamten
griechischen Geschichte gezeigt, die dem Besucher durch die geradezu
perfekte handwerkliche Kunst des Meisters Paul Vrellis in Verbindung mit
den gelungenen Kompositionen aus verschiedensten Materialien (zum Teil von
Originalschauplätzen) ein natürliches und authentisches Zeitzeugnis
darbieten.
Des weiteren sollte ein Besuch in der 6 km von Ioannina
entfernten Perama-Tropfsteinhöhle eingeplant werden. Diese Horizontalhöhle
zählt zu der größten auf dem gesamten Balkan. Vom Ausgang der
Höhle hat man eine herrliche Sicht über die Stadt und den See.
Nur 21 km südwestlich von Ioannina liegt in einem
weiten Tal das alte Orakelheiligtum des Zeus - Dodona. Neben dem einzigen
Totenorakel Griechenlands in Mesopotamo
ist dieses das zweite sehr alte Orakel im Nordwesten Griechenlands. Auffällig
ist, dass es hier keine der üblichen Tempelbauten gibt; das Orakel in
Dodona war ein Naturkult, es fand unter freiem Himmel statt: Der
Wettergott Zeus Naios wurde in einer heiligen Eiche verehrt, aus deren
Rauschen die Priester den Willen des Gottes deuteten. Funde von Dodona
sind in den Archäologischen Museen von Athen und Ioannina zu sehen. Vor
dem Orakelbezirk liegt der beherrschende Bau von Dodona, das 1959
freigelegte Theater (3. Jh. v. Chr.) mit den mächtigen Stützmauern des
Zuschauerraumes. Mit 21 Sitzreihen, 122 m Durchmesser und ca. 18.000 Plätzen
war es eines der größten Griechenlands. Im Sommer werden hier Musik- und
Theateraufführungen dargeboten.
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Informationen zum Ort Ioannina |

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